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Orientierung und Mobilität

Neu ab März 2020: Schulungen in Orientierung und Mobilität (O&M) für Externe

 

Die Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte erweitert ab März 2020 ihr Schulungsangebot im Rahmen der sozialen Rehabilitation für den Bereich Orientierung und Mobilität (O&M). Auch Menschen mit Sehhandicap, die an keiner Maßnahme der Stiftung teilnehmen, können sich zukünftig für ein O&M-Training anmelden. Das Angebot richtet sich an betroffene Interessierte aus Frankfurt am Main und der näheren Umgebung.

In der O&M-Schulung lernen Sie, sich selbstständig und sicher in Gebäuden und im öffentlichen Raum zu bewegen. Sie erlernen Strategien, die Ihnen helfen, eine Situation zu analysieren und einzuschätzen. Sie werden angeregt, Ihre anderen Sinne (wie Hören, Tasten, Riechen) einzusetzen. Darüber hinaus können Sie optische Hilfsmittel ausprobieren und deren Handhabung trainieren.

Die konkreten Schulungsinhalte sowie der Schulungsumfang richten sich nach ihren individuellen Wünschen, Anforderungen, Zielen und Erfahrungen.

Die O&M-Trainings werden von zwei staatlich anerkannten Fachkräften der Blinden- und Sehbehindertenrehabilitation durchgeführt und finden als Einzelunterricht statt

Kostenträger der Schulungen in Orientierung und Mobilität können beispielsweise Krankenkassen und Sozialämter (Eingliederungshilfe) sein. Wir helfen gern bei Ihrer Antragsstellung.

 

 

Sehbehinderung und Blindheit schränken die Fähigkeit zur selbständigen Orientierung und Mobilität stark ein. In der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte lernen die Betroffenen, sich wieder selbstständig im Alltag zu bewegen. Dabei werden sie im Unterricht für Orientierung und Mobilität von qualifizierten Rehabilitationslehrern angeleitet. 

Ein Unterrichtsschwerpunkt ist das Erlernen des Umgangs mit dem weißen Langstock. 
Der Langstock, dem Körper „immer einen Schritt voraus“,  ist für Blinde ein wichtiges Hilfsmittel, da er auf Gefahrenquellen und Orientierungspunkte (z.B. Treppen, Bordsteinkanten, Barrieren, etc.) rechtzeitig aufmerksam macht. Beim Orientierungs- und Mobilitätstraining wird außerdem das Gehör geschult und es wird geübt, individuelle Wegstrecken (z. B. der Weg zum Arbeitsplatz, zum Arzt oder zum Einkaufen) selbstständig zurückzulegen.

Darüber hinaus werden in der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte betroffene Personen mit vergrößernden Sehhilfen vertraut gemacht und sie lernen, sie zu nutzen. Umfang und Dauer der Schulung für Orientierung und Mobilität richten sich nach den jeweiligen persönlichen Bedürfnissen.

Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF)

Das Kochen und Backen am heißen Herd/Backofen, das Hantieren mit scharfen Küchenmessern, das Eingießen von kalten und heißen Getränken, Wäschepflege und Hausarbeiten, das Erkennen von Geldscheinen und Münzen,… - einfache alltägliche Dinge können für Blinde und Sehbehinderte schwer überwindbare Hindernisse darstellen.

Beeinträchtige Menschen müssen Routinetätigkeiten und -handgriffe anders durchführen und kontrollieren als Sehende das tun. Die Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte gibt mit dem Unterricht für Lebenspraktische Fähigkeiten eine wertvolle und individuell angepasste Unterstützung. Blinde und sehbehinderte Menschen erlernen Strategien und Techniken zur selbstständigen Alltagsbewältigung und erobern sich dadurch ein Stück Unabhängigkeit zurück.


Annika Treptau

 

069 95 51 24 64

treptau@sbs-frankfurt.de

Kerstin Hildmann

 

069 95 51 24 20

hildmann@sbs-frankfurt.de