Rehabilitationsunterricht

Orientierung und Mobilität (O&M)
 
Sehbehinderung und Blindheit schränken die Fähigkeit zur selbständigen Orientierung und Mobilität stark ein. Unter Anleitung einer Rehabilitationslehrerin für Blinde und Sehbehinderte lernen die Betroffenen im O&M- Unterricht sich wieder selbständig im Alltag zu bewegen.
Ein Schwerpunkt ist hierbei die verschiedenen Techniken im Umgang  mit dem weißen Langstock zu erlernen. Der etwa bis zum Brustbein reichende Stock wird beim Gehen vor dem Körper hin und her gependelt. Der Langstock ist immer einen Schritt voraus und macht so auf Gefahrenquellen oder Orientierungspunkte (z.B. Treppe, Bordsteinkante o.ä.) rechtzeitig aufmerksam.
Daneben werden auch die verbleibenden Sinne insbesondere das Gehör trainiert und die Bewältigung spezieller individueller Wege (z.B. der Weg zum Arbeitsplatz, Einkaufen oder Arzt) eingeübt.
Sehbehinderte Menschen erlernen den Umgang mit vergrößernden Sehhilfen, Orientierungsstrategien und die bestmögliche Nutzung des vorhandenen Sehvermögens.
Umfang und Dauer richten sich nach persönlichen Bedürfnissen.
 
KONTAKT:
Susanne Säum
Telefon: 069/955124-63
 
 
Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF)
 
Blinde und sehbehinderte Menschen müssen die im Alltag anfallenden Handgriffe und Verrichtungen anders als Sehende kontrollieren und durchführen. Hierzu bedarf es des Erlernens spezieller Vorgehensweisen und Techniken, die an die individuellen Voraussetzungen der Betroffenen angepasst werden.
Im Unterricht lebenspraktischer Fähigkeiten werden daher Strategien und Techniken vermittelt, die Blinde und Sehbehinderte zur selbständigen Bewältigung ihres Alltags benötigen. Dazu gehören Essen mit Messer und Gabel, Eingießen von Getränken und Flüssigkeiten, Essenzubereitung (insbesondere im Umgang mit der Hitze an Herd und Backofen), Erkennen von Geldscheinen und Münzen, Ordnungs- und Markierungsmöglichkeiten, sowie die Wäschepflege und Techniken zum Putzen im eigenen Haushalt.
 
KONTAKT:
Susanne Säum
Telefon: 069/955124-63